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Bahnhofsallee – Gartenstraße: Die schnelle Radverbindung in Hildesheim (Teil 3)
 
Mittwoch, 8. Mai 2013 
 
Ein wichtiges Ziel des „Integrierten Verkehrsentwicklungsplanes 2025“ (IVEP 2025) besteht in der Verbesserung der Verkehrsqualität für Fußgänger und Radfahrer und der Erhöhung des modal split von 34% auf mind. 40% für diese Verkehrsteilnehmer.

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=287
© Rathaus Hildesheim / rot=Steuerwalder Straße / blau= Zingel/Kennedydamm / grün=Bahnhofsallee-Gartenstraße

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Signalprogramme der einzelnen Streckenzüge dahingehend untersucht, welches Verbesserungspotential für die Verkehrsqualitäten der Radfahrer und Fußgänger zu erzielen sei.

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=289
Hauptbahnhof Hildesheim

Die wichtigste Verbindung für Radfahrer ist die Strecke vom Hauptbahnhof Hildesheim zu den Hochschuleinrichtungen im Süden der Stadt. Viele der ca. 12500 Studenten benutzen täglich die Strecke Bahnhofsallee – Ostertor – Alter Zingel – Gartenstraße und umgekehrt. Besonders der Teil „Alter Zingel“ bis „Gartenstraße“ stellt ein Nadelöhr und eine Gefahrenquelle für den Radfahrverkehr dar.

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=288Die Radfahrer aus dem „ Zingel“ fahren heute nach rechts bis zur Zufahrt Theaterstraße auf dem Radweg, queren bei Grün am Signal FR31 diese Zufahrt und stellen sich dann vor dem Mast M3 auf. Bei Grün an der Furt FR13 / FR11 fahren diese Radfahrer über die nördliche Zufahrt Zingel in den verkehrsberuhigten Bereich „Alter Zingel“ weiter in Richtung Bahnhofsallee.

Die Radfahrer aus dem „Alten Zingel“, die von der Bahnhofsallee in Richtung südliche Stadtgebiete fahren möchten, nehmen derzeit am Knotenpunkt 526 Zingel / Theaterstraße zwei alternative Routen. Sie queren entweder die nördliche oder die südliche Furt des Zingels, je nachdem ob sie gerade bei „Grün“ an der nördlichen Furt F12 / F13 angekommen sind. Dass es den Radfahrern nicht erlaubt ist, zunächst die nördliche Furt F12 / F13 und dann die Zufahrt Theaterstraße mit der Signalgruppe F31 zu queren, wird ihnen dadurch angezeigt, dass in den entsprechenden Signalgebern nur Fußgängerschablonen montiert wurden.

Beide Radfahrerverkehrsströme treffen sich nach der Querung des Zingels wieder am Mast M6 auf der östlichen Seite des Zingels und fahren von da an im Zweirichtungsverkehr in Richtung Gartenstraße, obwohl der Geh- und Radwegebereich zwischen der Theaterstraße und der Gartenstraße relativ schmal ist.

Aus diesem Grunde wurde von der PVT Essen GmbH ein Planungskonzept erstellt, bei dem die heute unbefriedigende Situation der gegenläufigen Radfahrer auf der östlichen Seite des Zingels im Bereich zwischen der Gartenstraße und der südlichen Fußgängerfurt über den Zingel ( Signalgruppe F2 ) verbessert wird. Die Radfahrer, die vom Hauptbahnhof kommend durch den „Alten Zingel“ den Knotenpunkt erreichen, bleiben bis hinter der südlichen Fußgängerfurt über den Zingel ( Signalgruppe F2 ) auf der westlichen Seite und erhalten dort ein eigenes Signal R1. Bei Freigabe können diese Radfahrer dann direkt geradeaus in die Gartenstraße fahren. Da dieser Radfahrer R1 und der Fußgänger F2 die gleichzeitige Freigabe erhalten, ist kein Grund mehr für den Radfahrer vorhanden, schon am Fußgängerüberweg den Zingel zu queren.

Lageplan Zingel-Theaterstraße, Stand 2007 (PDF)

Dafür muss nur der in Richtung Norden fahrende Verkehr auf dem Zingel vor der Gartenstraße mit einem Vorsignal zum Halten bei Rot gebracht werden. Das vorhandene Schild mit der Wartelinie reicht dann nicht mehr aus.

Damit auch die Radfahrer aus der Gartenstraße ungehindert in die Zufahrt „Alter Zingel“ fahren können, wird auch für diese Radfahrer ein eigenes Radfahrersignal R2 geschaffen. Wenn die südliche Fußgängerfurt über den Zingel ( Signalgruppe F2 ) Freigabe erhält, kann auch dieser Radfahrer bei Grün an R2 quer über den Zingel in die Zufahrt „Alter Zingel“ fahren.

Lageplan Zingel-Theaterstraße, Stand November 2011 (PDF)

Die vorgeschlagene Lösung erfordert erhebliche Tiefbauarbeiten sowie eine Ergänzung der Signal- und Steuerungstechnik im Kreuzungsbereich, die im Rahmen eines detaillierten Planungskonzeptes noch zu konkretisieren ist.

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=290Wie bereits für die anderen Lichtsignalanlagen auf dem Zingel (siehe hierzu Teil 2 unserer News-Reihe)erläutert, wurden umfangreiche Leistungsfähigkeitsberechnungen für die Prognosejahre 2015 und 2025 durchgeführt. Sowohl im nahen Prognosejahr 2015 als auch im Prognosejahr 2025 könnte ein Programm mit der Umlaufzeit von 70 Sekunden geschaltet werden. Die Leistungsfähigkeitsberechnungen für diese Programme ergeben für den Fahrverkehr sowohl in der Gesamtbetrachtung als auch in der Einzelbetrachtung die gute Qualitätsstufe B. Nach dieser Änderung wird die Verkehrsqualität für die Fußgänger über den südlichen Zingel mit der Qualitätsstufe B, die Verkehrsqualität für die Fußgänger über den nördlichen Zingel mit Qualitätsstufe C und für die Fußgänger parallel zur Hauptrichtung mit Qualitätsstufe A bewertet.

Fazit: Der Vorschlag für den Umbau des Knotenpunktes 526 Zingel / Theaterstraße zur sehr sinnvollen direkten diagonalen Führung der Radfahrer aus dem „Alten Zingel“ in die Gartenstraße und umgekehrt führt nicht zu einer Verschlechterung der Verkehrsqualität für die Fahrzeuge und Fußgänger. Eine derartige Lösung könnte deshalb auf ihre bauliche Machbarkeit untersucht und ggf. zukünftig realisiert werden.

Weitere Informationen können Sie von Herrn Nolden unter der Tel.-Nr. 0202 3191420 erfahren.

Hier noch ein innovativer Beitrag zur Verkürzung der Wartezeit von Fußgängern, exklusiv in Hildesheim!

STREETPONG from HAWK Hildesheim on Vimeo.

Besuchen Sie bitte auch unsere Videoseite.

Anlagen (PDF):
Lageplan Zingel-Theaterstraße, Stand 2007
Lageplan Zingel-Theaterstraße, Stand November 2011
Signalzeitenplan Prognose Zingel-Theaterstraße 2015 mit Rad
Signalzeitenplan Prognose Zingel-Theaterstraße 2025 mit Rad

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