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Lärmschutzeinhausung auf der Autobahn A1 bei Köln Lövenich
 
Montag, 13. Mai 2013 
 
Flexible Reaktionen der Lichtsignalanlagen an den Anschlussstellen auf Störfälle
Einbettung der bestehenden LSA-Steuerung an der Anschlussstelle Köln Bocklemünd in die Tunnelsperrprogramme des neuen Tunnels

Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zur Wohnbebauung hat Straßen.NRW in den Jahren 2007 bis 2012 eine Einhausung als Lärmschutz für die Kölner Ortsteile Weiden und Junkersdorf eingerichtet.

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=295

Auf Stahlbetonwänden, zwei neben der Autobahn A1, und einer Stahlbetonwand im Mittelstreifen, wölbt sich eine Dachkonstruktion aus Glas, die auf einem Rost aus Stahlträgern aufliegt.

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=296

Bild 2 und 3: Einhausung - Südportal (Quelle)

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=297

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=301
Bild 4: Gesamtansicht der Einhausung (Quelle)

Nach den schweren Tunnelunfällen im Alpenraum hat die Straßenverwaltung noch während des Baues der Einhausung die Sicherheitsstandards so erhöht, dass nunmehr die Einhausung als vollwertiger Tunnel angeordnet wurde und eine Tunnelleitzentrale ständig die Lärmschutzeinhausung mittels Video überwacht und sie im Bedarfsfalle sofort sperren kann.

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=298
Bild 5: Tunnelzentrale Hamm / Westfalen bzw. Duisburg

Für diesen Eventualfall wird im Vorfeld am Autobahnkreuz A1 / A57 eine Umleitungsstrecke eingerichtet. Fahrzeuge, die sich jedoch schon auf dem Streckenabschnitt in Fahrtrichtung Tunnel / Lärmschutzeinhausung befinden,haben nur die Möglichkeit an der Anschlussstelle Köln Bocklemünd (B59) abzufahren, um die Route im untergeordneten Straßennetz fortzuführen oder um zu „wenden“ und die Umleitungsstrecken zu nutzen.

In diesem Zusammenhang wurden die Planungen der bestehenden Lichtsignalanlagen an den Anschlussstellen durch das Planungsbüro für Verkehrstechnik Essen GmbH um die „Tunnelsperrprogramme „ erweitert.

Im Falle einer Sperrung des Tunnels / Lärmschutzeinhausung erhält die Signalbaufirma die entsprechende Meldung von der Tunnelleitzentrale. Die übergreifende Koordinierungs- und Steuerungseinrichtung (KuS) wählt für alle Lichtsignalanlagen das Sonderprogramm an. Die angeschlossenen Steuergeräte melden den korrekten Eingang des Programmwunsches und den Betriebszustand zurück an die Koordinierungs- und Steuerungseinrichtung.

Durch diese Sonderprogramme wird dem Verkehr auf der Autobahn A1 ein verkehrsabhängig koordiniertes „Wenden“ mit einer wesentlich erhöhten Freigabezeit ermöglicht. Zudem wird die Koordinierung des gesamten Straßenzuges in Richtung Pulheim an die neue Verkehrsbelastung angepasst.

So ist es möglich, die Wartezeit auf der Autobahn um ein Vielfaches zu reduzieren und den Verkehr abzuleiten, ohne einen zu starken Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der B59 auszuüben.

Das Sonderprogramm erfolgt für eine definierte Zeitdauer oder endet mit Abzug der Meldung „Tunnel gesperrt“.


Video: Abwicklung des Verkehrs an der Anschlussstelle Köln Bocklemünd bei Tunnelsperrung

http://www.pvtgmbh.de/2008/main/asp_news/Files/DataFile.asp?FileID=300
Bild 6: Verkehrsablauf an AS Köln Böcklemund bei Tunnelsperrung

Die Simulation zeigt anfangs den normalen Verkehrsablauf. Durch Umschalten der Belastung und Setzen des Detektoreingangs „Meldung Tunnel gesperrt“ wird der Umleitungsverkehr simuliert. Das Umschalten des Programms in die Tunnelsperrprogramme erfolgt übergeordnet automatisch. Die zusätzliche Belastung von der nördlichen Autobahnabfahrt kommend ist an den roten Fahrzeugen ersichtlich, die sofort wieder auf die Autobahn A1 auffahren. Die weiteren Fahrzeuge suchen sich eine Ausweichroute im untergeordneten Netz.

Die aus Richtung Osten kommenden Linksabbieger werden durch ein Dauerrot an der Signalgruppe K1L am Auffahren auf die Autobahn gehindert. Für die aus Richtung Westen kommenden Rechtsabbieger konnte nur eine Beschilderung, keine Signalisierung , vorgehen werden.

Neben der kompletten Sperrung des Tunnels ist auch das Auslösen der Höhenkontrolle in der Zufahrt zum Tunnel berücksichtigt worden. In diesem Falle wird in den bestehenden Programmen die zufließende Signalgruppe gesperrt.

Weitere Einzelheiten können Sie von Herrn Christian Grunwald unter der Telefonnummer 0201-3191420 erfahren.
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