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pvt planungsphilosophie
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Ausgangslage der übergeordneten Steuerungseinrichtungen KUS und BUS
 
 
Um dem stark ansteigenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, wird ein ganzheitliches Verkehrskonzept erstellt, das den ruhenden und den fließenden Verkehr einschließt. Verkehrsbeobachtungen und Untersuchungen ergeben vielfach, dass das Verkehrsaufkommen tages- und wochen-zeitabhängig stark schwankt. Diese unterschiedlichen Verkehrsbelastungen können nicht mehr alleine durch den Einsatz von verkehrsabhängigen Steuerungen an den einzelnen Lichtsignalanlagen (MUSS - Multisensitive Echtzeitsteuerung) kompensiert werden. Hierfür ist es erforderlich, dass eine übergeordnete Steuerung die Programmauswahl über Auswertung von Verkehrsstärkenmessungen trifft.
 
Besonders bei kleinen und mittelgroßen Städten ist es finanziell nicht möglich einen Verkehrsrechner zu installieren. Neben den erheblichen Anschaffungskosten muss auch eine intensive Betreuung durch die Mitarbeiter erfolgen um den vollen Nutzen aus diesem System zu ziehen. Da dieses benö-tigte Geld aufgrund der überall gespannten Haushaltslage selten zur Verfügung steht, wurde von der PVT Planungsbüro für Verkehrstechnik Essen GmbH ein kostengünstigeres Konzept entwickelt, was als Ergebnis zu einer teilzentralen Steuerung führte.
 
 
Die eigentliche Steuerung des Gesamtsystem übernehmen die KUS, die in aller Regel vor Ort neben einem Steuergerät in einem separaten Geräteschrank untergebracht sind. Der Vorteil dieser Vorge-hensweise ist die Möglichkeit, dass das System langsam wachsen kann. Es kann zum Beispiel mit einer Teilzentrale begonnen werden kann, die schon nach Inbetriebnahme volle Funktionsfähigkeit für den angeschlossenen Teilbereich ermöglicht. Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, dass an einer KUS auch nur Lichtsignalanlagen des gleichen Herstellers angeschlossen sind.
 
Forderungen an die Koordinierungs- und Steuerungseinrichtung KUS
 
Es wurde ein Forderungskatalog aufgestellt, der zu folgenden Ergebnissen führte:
 
  • Die KUS dient zur übergeordneten Steuerung einer Gruppe von Lichtsignalanlagen (LSA) in einer "Grünen Welle" oder einem Gebiet.
  • Eine KUS sollte in der Lage sein, mindestens 8 LSA zu steuern.
  • Die KUS steuert im Zusammenwirken mit den angeschlossenen LSA, durch die Auswertung von Detektorschwellwerten nach vorgegebenen Anforderungsbedingungen und Auswertelogiken, übergeordnet die Programmumschaltung an allen angeschlossenen LSA. Diese Umschaltung sollte verkehrs- oder zeitplanabhängig erfolgen. Zusätzlich sollte eine Mischung aus beiden Steuerungsarten jederzeit möglich sein.
  • Für die verkehrsabhängige Steuerung sind alle notwendigen Messwerte wie Belegung, Belegungsgrad, Zählwerte, Stau usw. zu bilden. Diese Werte sind im Datenspeicher des Steuergerätes zu hinterlegen und definitionsgemäß zu bearbeiten.
  • Die der KUS zugeordneten LSA sollten, soweit möglich, in adernsparender Technik angeschlossen werden. Das heißt, pro LSA wären dann maximal 2 Doppeladern nötig. über diese Verbindung erfolgt der komplette Datenaustausch mit den LSA.
  • Durch eine entsprechende Planung soll erreicht werden, dass bei Ausfall der KUS trotzdem alle angeschlossenen LSA noch funkuhrkoordiniert betrieben werden. Grundlage hierfür ist die in den neuen Planungen schon vorgesehene Aufrechterhaltung der Koordinierung bei Rückfall einzelner Knotenpunkte in die Notprogramme.
  • Die zu planende Programmumschaltung muss so optimiert erfolgen, dass diese in keinem Fall die Leistungsfähigkeit der einzelnen Knotenpunkte während der Umschaltzeit negativ beeinflusst.
  • Die gesamte Makrosteuerung muss, wie die Mikrosteuerung (MUSS) voll parametrisiert sein. Sämt-liche Programmstrukturen, Umschaltbedingungen, Schwellwerte, auszuwertende Detektoren usw. müssen sich im laufenden Betrieb direkt an der KUS ändern lassen.
  • Die KUS muss ein Betriebstagebuch führen, in dem alle wesentlichen Vorgänge (z. B. Programm-umschaltungen usw.) abgespeichert werden und jederzeit vom Betreiber ausgelesen werden können.


Einschaltung der ersten KUS in Altenburg durch den Bürgermeister
(Hersteller Signalbau Huber)
 
  • Die KUS muss auf dem neuesten Stand der Technik gebaut werden und jederzeit, auch in Zukunft, ohne größeren Aufwand erweiterbar sein (wartungsarme Technik).
  • Um eine Erweiterung um eine übergeordneten BUS jederzeit zu ermöglichen, sollen folgende Zu-stände jeder angeschlossenen LSA abrufbar oder erkennbar sein:
    • In Betrieb / Außer Betrieb
    • Gewünschtes Programm / Vorhandenes Programm
    • Zentralenbetrieb / Ortsbetrieb
    • Allgemeine Störung
    • Rotlampenstörung Peitsche
    • Rotlampenstörung
    • Detektorstörung
    • RBL-Störung
    • Not-Aus betätigt
  • Folgende manuelle Bedienungsmöglichkeiten sollen in der KUS vorhanden sein :
    • Zentrale Ein / Aus
    • Festzeit- / verkehrsabhängige Programme
    • Einzelsteuerung / koordinierte Steuerung
    • Verkehrs- und zeitplanabhängige / zeitplanabhängige / manuelle örtliche Programmauswahl
    • je LSA ein Ein- / Ausschalter
  • Nach einem Netzausfall muss eine automatische Wiedereinschaltung der KUS erfolgen.
 
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